|
Die gesetzliche Rente reicht im Alter nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten, dessen sind sich die meisten Menschen bewusst. Ebenso allgemein bekannt ist, dass daher eine private Altersvorsorge zur Schließung möglicher Versorgungslücken unverzichtbar ist. Laut einer aktuellen Studie fürchten sich 75 Prozent der deutschen Bürgerinnen und Bürger vor Altersarmut. Eine häufig gewählte Form der privaten Altersvorsorge ist die Riester Rente.
Die Rister Rente ist nach dem ehemaligen Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Walter Riester benannt, der die Förderung der freiwilligen, privaten Altersvorsorge durch eine spezielle Zulage vorschlug. Grund für die Entwicklung der Riester Rente war die Reform der Rentenversicherung in den Jahren 2000 und 2001. Seinerzeit wurde errechnet, dass das Rentenniveau eines durchschnittlichen Rentners von 70 Prozent auf 67 Prozent fiel. Umgangssprachlich hat sich der Begriff „riestern“ eingebürgert.
Staatliche Zulagen sichern
Und so funktioniert die Riester Rente: Während seines aktiven Arbeitslebens investiert der Sparer jeden Monat einen bestimmten Betrag in eine private Rentenversicherung, einen Bausparplan oder Fonds. Die Höhe des Beitrages kann beliebig je nach individueller wirtschaftlicher Situation reduziert oder angehoben werden. Gleichzeitig bietet der Staat Zulagen und Steuerfreibeträge. Weiterer Vorteil: Der Versicherer garantiert für das Rentenalter neben Rückzahlung in mindestens der Höhe der eingezahlten Beiträge eine Mindestverzinsung, die momentan bei 2,25 Prozent liegt.
Für folgende Personengruppen kommt die Riester Rente in Frage: Gesetzlich rentenversicherte Arbeitnehmer, Beamte, Soldaten, Zivildienstleistende, Eltern im Erziehungsurlaub, freiwillig gesetzlich Rentenversicherte und Arbeitslose. Familien mit Kinder genießen besondere Vergünstigungen. So kriegen Elternpaare, die beide über eine eigene Riester Rente verfügen, derzeit eine Zulage in Höhe von 308 Euro. Alleinstehende bekommen 154 Euro als Zulage, für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es 185 Euro extra vom Staat. Mit einer kompetenten Beratung von Fachmann ist das passende Riester Rente Angebot schnell gefunden.
Um die Maximalförderung zu erhalten, müssen die Beiträge in die Riester Rente inklusive staatlicher Zulagen 4 Prozent des Bruttogehaltes entsprechen. Die Riester Rente eignet sich insbesondere für Menschen, die bei der privaten Altersvorsorge kein hohes finanzielles Risiko eingehen wollen. Anders als bei einer Lebensversicherung, die auf einmal ausgezahlt wird, erhält der Rentner außerdem jeden Monat eine extra Leistung, was oftmals bevorzugt wird.
|